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Fahrrad fahren mit Kinderfahrradanhänger

Fahren mit Kinderfahrradanhänger
Fahren mit Kinderfahrradanhänger

Fahren mit Kinderfahrradanhänger

Unterwegs mit dem Kinderfahrradanhänger. Ich fahre selbst regelmäßig mit meinen Kindern Fahrrad und habe die beiden kleinen Mädels dabei in einem Zweisitzer, den Qeridoo Sportrex2, hinten mit dabei. Inzwischen fühle ich mich sicher und wohl. In diesem Beitrag teile ich einige Tipps zum Fahren mit dem Kinderfahrradanhänger.

Zunächst muss das Fahrrad für das Ziehen eines Anhängers überhaupt geeignet sein. In der Regel sind das alle normalen Fahrräder aus Aluminium und Stahl. Wer ein Carbon-Fahrrad (Rennrad, Mountainbike etc.) fährt, sollte auf einen Kinderfahrradanhänger verzichten, da sonst der Rahmen sehr wahrscheinlich beschädigt wird. Alle anderen Fahrräder können sehr gut mit einem Anhänger bewegt werden.

Mein Kinderanhänger wiegt ohne die Mädchen bereits 17 kg. Die maximal erlaubte Zuladung beträgt 45 kg. Davon bin ich mit den Mädels noch ein ganzes Stück entfernt. Aber sobald in den Kofferraum auch Gepäck kommt, nähert man sich diesem Gewicht. Deshalb bitte immer darauf achten wie schwer ein Anhänger beladen werden darf. Abgesehen davon, dass es beim Fahren anstrengend wird besteht nämlich bei einer Überladung auch ernsthaftes Sicherheitsrisiko für die Kinder.

Montage vom Kinderfahrradanhänger

Fahrradanhänger können auf drei verschiedene Weisen montiert werden. Es gibt zum einen spezielle Achsen, die durch die bestehende Achse am Hinterrad ausgetauscht werden. Dann wird der Anhänger rechts und links auf die Achse aufgesetzt. Das findet man zum Beispiel beim BOB Yak (kein Kinderfahrradanhänger).

Dann gibt es die typischen Kupplungen die entweder direkt auf einer Seite der Achse mit angeschraubt werden – das hat der Qeridoo oder Croozer zum Beispiel – und dann noch Verbindungen die zwischen Kettenstrebe und Sitzstrebe montiert werden.

Die dritte Variante ist die Kupplung direkt an der Sattelstange. Dies findet man zum Beispiel beim Weehoo. Diese Lösung ist in Bezug auf den Verschleiß die sinnvollste. Sie beansprucht den Rahmen am wenigsten. Dafür ist es aber auch die Variante die beim Fahrverhalten am gewöhnungsbedürftigsten ist.

Fahrverhalten des Kinderfahrradanhängers

Erfahrungsgemäß unterscheiden sich die Anhänger selbst beim Fahrverhalten nur gering. Natürlich ist der Komfort für das Kind überall anders. Darum geht es aber gerade nicht. Mir geht es hierbei um das Fahrverhalten als solches, wie ich damit um eine Kurve komme. Eine Engstelle passieren kann und ob der Anhänger stabil und ruhig hinter dem Fahrrad bleibt.

Kurven mit dem Anhänger

Kurvenfahren ist mit einem Kinderanhänger anders. Der Wendekreis ist meistens erheblich größer und je nach Anhänger muss man ziemlich ausholen um eine Kurve zu schaffen. Die besten Kurven gelingen mit einem Kinderfahrradanhänger dessen Kupplung nahe der Hinterrad-Mitte ist. Also entweder direkt an der Achse oder kurz davor. Ein Croozer und ähnliche Modelle bietet das.

Der Weehoo als Anhänger ist am Anfang am kompliziertesten. Man muss weit ausholen um eine Kurve zu fahren. Er ist an der Sattelstange befestigt und entsprechend lenkt er ganz anders ein. Dafür kann er sich aber nicht aufschaukeln, da nur ein Rad besitzt. Die Unterschiede zeigen die beiden Vergleichsbilder.

Stabilität während der Fahrt

Alle Kinderfahrradanhänger die ich kenne, rollen sehr stabil und präzise hinter dem Fahrrad. Meine Mädels mögen beispielsweise den kleinen Slalom wenn ich sie aus dem Kindergarten abhole. Da muss ich schon mal ein paar Lenkbewegungen auf der freien Nebenstraße machen, damit hinten Gelächter und Freude ausbricht. Das geht nur, weil sich der Qeridoo Anhänger absolut nicht aufschaukelt. Ich fahre dabei natürlich langsam.

Kinderanhänger sollten bestenfalls über eine eigene Federung verfügen. In Kurven kann sich der Anhänger leicht neigen. Bei Unebenheiten werden Stöße sanft abgefangen. Die Kinder werden nicht durchgeschüttelt und erleben eine tolle Radtour. Noch mehr Komfort kann dem Kinderanhänger mit passenden Reifen wie den Schwalbe Big Apple verliehen werden.

Fahren am Berg

Fahrrad fahren macht am Berg natürlich einen Unterschied. Der Fahrradanhänger muss hochgezogen werden. Steile Berge sorgen bei nahezu jedem Anhänger dazu, dass bei einer jeden Umdrehung der Pedale, ein kleines Rucken hinten entsteht. Ein möglichst runder Tritt sorgt also für mehr Komfort bei Auffahrten.

Abwärts geht es mit Anhänger deutlich schneller als ohne. Doch sollte es nicht für Höchstgeschwindigkeiten ausgenutzt werden. Bremsen sind sehr, sehr wichtig. Wer noch alte Felgenbremsen statt Scheibenbremsen hat, muss unbedingt vor der Radtour kontrollieren ob die Bremsklötze in Ordnung sind. Die verschleißen bergab enorm und sind wichtig für die Sicherheit.

Das Gewicht ist bei Abfahrten nicht zu unterschätzen. Ich rolle i.d.R. mit nicht mehr als 15 – 17 km/h runter. Bei dem Tempo kann ich zur Not auch mit den Füßen das Gespann stoppen wenn die Bremsen versagen. Was hoffentlich nie nötig sein wird.

Ich fahre seit vielen Jahren Mountainbike und seit 2013 Rennrad. Mit dem Rennrad nehme ich an großen Events wie der Vätternrundan in Schweden oder der Mecklenburger Seen Runde teil.

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