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Testberichte

Kiddimoto U-Zoom Roller im Test

Von Kiddimoto gibt es Kinderroller, die durchaus anders sind als gewöhnliche Tretroller. Ich habe mir den U-Zoom Scooter im Detail angeschaut und ihn von meinen Kindern über einige Wochen testen lassen. Im Test möchte ich dir zeigen was der U-Zoom Roller kann.

Wie soll man als Erwachsener einen Kinderroller sinnvoll testen? Die Frage stellte ich mir auch erst dann, als ich den Kiddimoto U-Zoom bereits aus dem Karton nahm. Geschickt wurde mir der Kinderroller von draussen-spass.de, wo es reichlich tolle Produkte von Kiddimoto gibt. Ich entschied mich dafür, im Test nur die Verarbeitung zu bewerten. Und das, was ich bei meinen zwei kleinen Kindern (3 und 4 Jahre) sehe, probiere ich in Worte zu fassen aber nicht als Urteil hinzustellen.

2,40 kg bringt der Kiddimoto U-Zoom auf die Waage. Das fühlt sich auf jeden Fall leicht an. Die Verarbeitung beruht auf Kunststoff und Aluminium. Dadurch wirkt alles sehr haltbar und als solches erwies es sich auch, als die Kinder die letzten Wochen damit unterwegs waren.

Kiddimoto Gewicht

ProduktKiddimoto U-Zoom
ArtKinderroller
Gewicht lt. Waage2.40 kg
Alterab 3 Jahre
Sonstigesblinkende Reifen
Preisca. 79 Euro (nachsehen)

Der Kinderroller kann jederzeit zusammengeklappt und verstaut werden. Die Sicherung für den Klappmechanismus befindet sich am unteren Ende der Lenkerstange. Sie geht streng genug, damit Kinderhände sie nicht auslösen können. Finger einklemmen ist also keine relevante Gefahr für Kinderhände.

Kiddimoto zusammenklappen

Foto: draussen-spass.de / Fotomontage

Die Trittfläche ist mit einer Anti-Rutsch-Schicht überzogen. Auf dieser kann kein Kind ausrutschen. Selbst mit feuchten Schuhen ist ein sicherer Stand gewährleistet. Es wäre, als würde man als Erwachsener versuchen auf Schleifpapier zu rutschen. 😉

Die sichere Trittfläche

Von oben sieht die Trittfläche ziemlich schmächtig aus. Dreht man den Scooter um, zeigt sich aber eine massive Bodenplatte. Die Kinder sind einige Bordsteine runter. Dabei setzt der Roller natürlich auf. Durch die massive Bauweise passiert aber nichts.

Stabiler Unterboden

Damit das Kind einen sicheren Stand hat, auch wenn es mal abwärts geht, ist es empfehlenswert den Lenker immer mindestens so hoch zu machen, dass die Griffe knapp über dem Bauchnabel sind, wenn das Kind auf der Trittfläche steht. Durch diese Höhe ist das Kind auch in der Lage den Roller sicher zu halten. Im kurzen Video ganz oben sieht man einen gut eingestellten Lenker.

Zu niedrige Einstellungen erkennt man daran, dass Kinder sich versuchen beim Fahren über den Lenker zu beugen. Dass bitte vermeiden, da sonst beim Fahren gegen eine Kante natürlich auch die Gefahr besteht mit dem Roller nach vorne zu kippen.

Von 61 cm bis 71,5 cm kann beim U-Zoom die Lenkerhöhe in drei Stufen verstellt werden.

3 Stufen Lenkerhöhe

Die Lenkerstange wird mit einem Schnellspanner fixiert und kann dadurch auch unterwegs in Kürze verstellt werden.

schnellspanner-lenkerhoehe

Die spezielle Lenkung

Die Lenkung vom Kiddimoto U-Zoom ist speziell und nicht vergleichbar mit anderen Kinderrollern. Statt den Lenker nach rechts und links zu drehen, muss dieser in die gewünschte Richtung geneigt werden. Durch die Neigung werden die beiden vorderen Räder bewegt.

kiddimoto-lenkeinschlag

Die Lenkaufhängung ist auch wieder sehr robust und macht einen äußerst wartungsarmen Eindruck. Die Neigung geht sehr leicht und der Radius reicht für den Alltag problemlos.

robuste-lenkaufhaengung

Am Anfang waren beide Kinder verwundert. Beim Vorwärtsfahren merkt man nicht das durch Rechts- und Linksbewegungen der Lenkstange die Richtung geändert wird. Sonst wäre der Roller auch zu wackelig. Aus Gewohnheit haben beide aber am ersten Tag immer wieder den Lenker drehen wollen. Da tut sich nichts.

Nach und nach wurde ihnen die Technik bewusst. Am einfachsten war es zu lenken, als der Roller leicht abwärts rollt und das Kind draufsteht. Lenken und gleichzeitig mit einem Bein Schwung aufnehmen war die Disziplin, die am längsten dauerte. Ich glaube drei, vier Tage bis das richtig verinnerlicht war. Aber dafür funktioniert es inzwischen prima und wir Eltern dürfen zusehen wie wir hinterher kommen. 😛

Damit komme ich zum nächsten heiklen Thema. Wie bremst ein Roller eigentlich? Abgesehen davon, dass man Kinder mit einem Scooter nicht steile Gefälle fahren lassen sollte, kann der Kiddimoto U-Zoom hinten am Radschutz gebremst werden. Dieser ist so flexibel, dass ein leichtes drauftreten reicht um den Roller zu bremsen. Es dient also als Fußbremse.

schutzblech-als-bremse

Die Technik hatten beide Kinder schnell raus. Man braucht die Bremse aber eher selten bis gar nicht. Meistens sind Kinder mit dem Roller nur so schnell, dass sie nach wenigen Metern ohne Schwung sowieso anhalten, oder mit einem Bein einfach stoppen.

Am Lenker sind zwei Griffe die jeweils außen mit Bumpern versehen sind. Durch die Bumper können Kinder nicht vom Griff abrutschen. Abgesehen davon ist das Gummi weich genug um auch an anderen Gegenständen im Normalfall keine Kratzer zu hinterlassen. Jeder kennt ja die Sorge, wenn Kinder an fremden Autos vorbeifahren. 😉

griffe-mit-bumper

Ich finde es zudem sinnvoll, wenn Kinder auch beim Rollerfahren einen Kinderhelm tragen. Von Kiddimoto gibt es im passenden Design einen Helm. Ich werde diesen noch in einem getrennten Artikel vorstellen.

Kiddimoto Kinderhelm

Und wer mag, findet sogar eine tolle Hupe im passenden Design. 🙂

kiddimoto-hupe-druecken

Bei der Hupe aber am besten darauf achten, dass diese direkt am Roller verbaut wird. Meine Mädels haben die Hupe zuvor bereits in die Hände bekommen und einen Tag lang damit im Haus gespielt. Danke. 😉

Fazit

Ich finde den Kiddimoto U-Zoom sehr vertrauensvoll und gut verarbeitet. Die Mädchen haben viel Spaß damit und sind ziemlich jeden Tag damit am spielen. Die Neigetechnik finde ich spannend. Anfangs war ich skeptisch, aber nachdem beide Kinder das so gut verstanden haben, passt das. Der U-Zoom ist eine klasse Abwechslung zum sonst typischen Rollermodell und natürlich gut neben Laufrad und Fahrrad aufgehoben. Meinen beiden Kids macht er viel Freude, daher empfehle ich den Roller uneingeschränkt weiter. 🙂

Ich fahre seit vielen Jahren Mountainbike und seit 2013 Rennrad. Mit dem Rennrad nehme ich an großen Events wie der Vätternrundan in Schweden oder der Mecklenburger Seen Runde teil.

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