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Litelok Fahrradschloss

Fahrradschlösser

Litelok Fahrradschloss im Test

Das Litelok Fahrradschloss gehört zu den sichersten Schlössern am Markt. Über ein Jahr hat Fahrradblog.de das Litelok bereits im Test. Ohne Mängel.

Das Litelok Fahrradschloss beeindruckt Radfahrer durch Optik, Leichtgewicht und Sicherheit. Im Januar 2016 konnten die ersten Schlösser aus der Vorbestellung versandt werden. Wir sehen uns das innovative Litelok Fahrradschloss im Test genauer an.

Neil Barron und Will Riley haben aus der Idee, ein Projekt gemacht: Litelok. Und damit das Projekt realisiert werden konnte, wurde kurzerhand eine Kampagne auf Kickstarter ins Leben gerufen, mit derer die Erfinder das nötige Kleingeld für die erste Produktion sammelten. 2.045 Unterstützer haben 232.078 £ innerhalb von 35 Tagen investiert. Jetzt ist das LiteLok Fahrradschloss real.

Das perfekte Fahrradschloss fürs Rennrad? Nicht nur, aber besonders für Rennräder ist das Litelok eine gute Kombination, da es den Anspruch vom geringen Gewicht bei bestmöglicher Leistung ebenfalls verfolgt. Auf dem Rennrad schleppt man ungern ein schweres Schloss mit. Einen Rucksack trägt man eher selten und am Rahmen sind die Trinkflaschen. Wohin also mit dem Fahrradschloss am Rennrad? Litelok ist da ziemlich flexibel und spricht der Kreativität viel Freiraum zu.

Litelok Fahrradschloss am Oberrohr befestigt

Ich habe es mit zwei mitgelieferten Klettbändern direkt am Oberrohr vom Rennrad befestigt. Da es nur 1.108g wiegt (nach eigener Waage), ist es auch für den Carbonrahmen überhaupt kein Problem.

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Vorne und hinten steht das Schloss etwas über. Generell liegt es aber direkt am Rahmen an. Es bewegt sich beim Fahren nicht. Wackelt nicht und reibt nicht am Material. Zwar ist das Litelok flexibel, aber nicht so flexibel das es in sich zusammenfallen würde.

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Die Länge von 736 mm reicht aus um das Fahrrad an einer Straßenlaterne, einem Fahrradständer oder an einem anderen Fahrrad zu sichern. Wer mehr Länge braucht, kann sich einfach ein zweites Litelok kaufen. Die Schlösser können kombiniert werden und somit verdoppelt sich die Länge.

An den beiden Enden ist das Schloss zusätzlich mit Gummi überzogen. Dadurch stößt kein Metall gegen das Fahrrad und der Lack wird auch bei längerer Benutzung des Litelok nicht beschädigt.

Litelok Fahrradschloss

Wer das Fahrradschloss etwas unauffälliger möchte kann es in Grau oder Schwarz kaufen. Diese beiden Farbvarianten stehen zusätzlich zum leuchtenden Gelb zur Verfügung.

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Wenn man sich anschaut wie massiv das Schloss auch beim Bolzen ist, erkennt man sofort den Unterschied gegenüber anderen Fahrradschlössern. Zudem bekommt ein potentieller Angreifer gar keinen Zugang zu diesen Bauteilen, da alle Spaltmaße am Litelok sehr minimalistisch sind.

Litelok Fahrradschloss von Innen

Litelok Test - Bolzen vom Schloss

Update März 2017

Die einzige Angriffsfläche die das Schloss bietet befindet sich unter dem Gummimantel, wo der Stoffbezug befestigt ist. Es kursiert derzeit ein Video im Netz, bei dem von einer Überwachungskamera aus gefilmt wurde, wie jemand das Litelok knacken konnte – angeblich. Der Angreifer will mit Gewalt das Schloss geknackt haben, indem er die Drahtseile aus ihrer Verankerung riss.

Litelok knacken - aushebeln

Unserer Meinung nach ist das Quatsch. Der Dieb begründet es u.a. mit der Spannung die auf den Drähten steht. Ja, die ist aber nur da wenn das Schloss geschlossen ist. Und komischerweise lässt es sich auch im geöffneten Zustand nicht zerstören. Hier im Test wurde mehrfach versucht man Gegenständen das Schloss auf gleichem Wege zu knacken, wie es der Dieb angeblich in 17 Sekunden geschafft haben will. Keine Chance.

Es gibt auch keinerlei Detail-Videos wo andere Personen den Diebstahl reproduzieren und ebenfalls Erfolg haben. Für uns bleibt es bis dato ein gestelltes Video – also ein Fake. Sehr gerne würden wir uns vom Gegenteil überzeugen lassen.

Update Ende

Litelok im Test (Video)

Hier ist eindrucksvoll zu sehen wie robust das Likelok im Test ist. Es wird mit dem Bolzenschneider bearbeitet und hält dennoch stand. Anschließend wird das Schloss mit einer Metallsäge malträtiert, ohne Erfolg. Erst die Flex kann sich langsam durch das Schloss arbeiten. Jedoch braucht selbst eine Flex so lange, dass kein Dieb damit ein Fahrrad stehlen kann.

Litelok Fahrradschloss im Vergleich

Dem Vergleich mit anderen Schlössern kann sich das Litelok definitiv stellen. Nachfolgend eine Infografik in der Gewicht, Länge und Material miteinander verglichen werden. Hier ist eindrucksvoll zu erkennen, dass Litelok durchaus das derzeit leichteste Schloss unter den meistverkauften Schlössern ist.

Fahrradschloss im Vergleich

Auch wenn etwa das Abus Bordo Granit X-Plus 6500 etwas länger ist, so ist es auf den Meter gerechnet trotzdem deutlich schwerer. Hinzu kommt, dass Litelok in seiner Form absolut flexibel einsetzbar ist.

Beim unabhängigen britischen Testinstitut „Sold Secure“ erhielt das Litelok das Siegel „Bicycle Gold“. Es handelt sich um die Bestnote und das sagt für das Fahrradschloss tatsächlich eine Menge aus.

Preislich liegt das Litelok Fahrradschloss aktuell bei 85 Pfund. Zu kaufen gibt es das direkt beim Hersteller in UK. Der Versand kommt mit nochmals 15 Pfund nach Deutschland noch hinzu. Alles in allem sind es 100 Pfund und umgerechnet ca. 119 Euro je nach Wechselkurs. Für ein Schloss dieser Klasse ist das ein sehr fairer Preis.

Quelle: litelok.com

Ich fahre seit vielen Jahren Mountainbike und seit 2013 Rennrad. Mit dem Rennrad nehme ich an großen Events wie der Vätternrundan in Schweden oder der Mecklenburger Seen Runde teil.

5 Comments

5 Kommentare

  1. Stevo

    1. August 2016 at 08:59

    Wer mit Ohrenschützer und Staubmaske eine Eisenbügelsäge benutzt, der sollte das Schlösser knacken lieber sein lassen. Die Versuche sahen doch recht halbherzig aus. Nach dem ausglühen hätte er mit der Säge bestimmt mehr erreichen können.

    • Soeren

      2. August 2016 at 08:42

      Hallo Stevo,

      klar, es geht immer mit noch etwas mehr Gewalt. Genau wie auch eine immer größere Flex rausgeholt werden könnte oder schweres Gerät von der Feuerwehr etc. mit dem sonst Personen aus Fahrzeugen geschnitten werden. 😉 Jedoch zeigt es schon eindrucksvoll, wie gut das Schloss hält. Man muss immer die normale Einkaufsstraße o.ä. als Referenz betrachten. Ein Schloss muss nicht in der Werkstatt halten, es muss auf der Straße funktionieren. 🙂

      Ich nutze es tatsächlich gerne weil es flexibel und robust ist. Spiele mit dem Gedanken für ein zweites Schloss um es zu verlängern. Allerdings komme ich auch mit einem gut aus. Wäre rein aus Bequemlichkeit und dafür ist es mir noch zu teuer. 😉

      Beste Grüße
      Soeren

  2. Elmar

    19. September 2016 at 18:03

    was mich immer mal interessiert … man sieht nie wirklich wieder Verschluss bzw. der Schließmechanismus aussieht. Da scheint es was mystisches zu geben.
    Ich kann kein Schloss oder Schlüssel erkennen

  3. Ben

    4. März 2017 at 11:29

    Sehr interessant! Kannst du nach etwas mehr als einem halben Jahr Nutzung deine Einschätzung bestätigen? Bist du weiterhin begeistert von dem Schloss?

    Ich fahre kein Rennrad, aber dennoch würde mich vermutlich die Befestigung (samt Überhang) stören! Und die Frage von Elmar nach dem Schließmechanismus interessiert mich auch noch!

  4. Robin

    28. Juni 2017 at 07:58

    Ich habe das Schloss jetzt ein gutes halbes Jahr im Einsatz. Ich bin zufrieden, aber es hat durchaus ein paar Nachteile. Da es im geschlossenen Zustand unter Spannung steht, benötigt man eine gewisse Kraft, um es zu schließen und zu öffnen. Das kann zu einer hakligen Angelegenheit werden, wenn man das in gebückter Haltung macht oder schlecht ran kommt. Man muss den Zapfen auch sehr geradlinig einführen und der Schlüssel hakt bei mir zumindest manchmal. Das führt dazu, dass man zum Ab- und Aufschließen länger braucht als bei normalen Schlössern. Zudem ist die BEfestigung am Rahmen umständlich. Mit zwei Bändern so wie abgebildet würde ich das nicht machen. Denn das dauert! Und sieht beknackt aus, finde ich. Bei funktioniert es mit meinen Trinkflaschenhaltern zum Glück so, dass ein Band reicht. Es wird dann in verschlossenem Zustand befestigt. Alles in allem muss man aber zum Abschließen/Befestigen statt zehn Sekunden mit dreißig Sekunden rechnen, manchmal länger. Aufgrund des Kraftaufwandes ist es m.E. für Frauen oder Leute mit schwächeren Händen nicht geeignet und auch nicht für Leute, bei denen es zackzack gehen muss, wenn es ans An- un Abschließen geht.

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