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Fahrradreifen

Schwalbe Kojak Reifen im Test

Schwalbe Kojak Reifen im Test

Der Schwalbe Kojak Reifen gehört unweigerlich auf die Straße. Hier fühlt er sich an Liegeräder, Fixies, Stadtcrossern und anderen schnellen Bikes wohl. In der Größe 35-559 wiegt der Slick nur leichte 295 g und bringt trotzdem Pannenschutz-Level 4 mit. Für diese Sicherheit sorgt u.a. der RaceGuard. Da der Schwalbe Kojak auch breit ist, sorgt er für hohen Komfort trotz minimalen Rollwiderstand.

Bodenhaftung / Grip-Niveau

Der Schwalbe Kojak liegt gut auf der Straße. Bei einem Luftdruck von 6 bar ist die Auflagefläche gering und der Rollwiderstand kaum spürbar. Ist die Fahrbahn trocken, bringt den Kojak nichts aus der Bahn.

Loser Untergrund macht dem Reifen selbstverständlich bei hohem Luftdruck zu schaffen. Auch matschige Flächen werfen ihn aus der Spur, wenn der Druck im Reifen nicht zuvor gesenkt wird. Gleiches gilt für die nasse Straße. Der Schwalbe Kojak kommt mit vielen Bedingungen klar, aber man muss den Luftdruck anpassen. Im Regen einfach 2 bar runter, dann hält er auch in schnellen Kurven den Grip.

Auf der Schneedecke ist der Schwalbe Kojak dann jedoch verloren. Hier leidet er stark und sollte nicht gefahren werden. Bremsweg, Vortrieb, Kurvenhaftung, alles schwindet. Er ist eben Slick.

Pannenschutz

Schwalbe gibt dem Kojak Reifen 4 von 6 Punkten im Pannenschutz. Damit liegt er im guten oberen Mittelfeld. Der Schutz basiert auf der RaceGuard Technologie von Schwalbe. Hierbei handelt es sich um eine doppelte Lage Nylongewebe, die Schwalbe grundsätzlich bei leichten sportlichen Reifen verbaut.

Schwalbe Kojak im Test

Fotomontage – Original: schwalbe.com

Da das Nylongewebe gekreuzt unter dem Gummi liegt, schützt es noch besser vor Schnitten durch Glasscherben und spitzen Steinen. Auch viele kleine Dornen können durch die Einlagen vom Schlauch ferngehalten werden. Längere spitze Gegenstände wie etwa Reißzwecken können bei Pannenschutz 4 dennoch durchdringen und den Schlauch beschädigen.

Wer einen nahezu vollkommenen Schutz sucht, greift bei sportlichen Reifen zum Schwalbe Durano Plus und bei Touren- und Reisereifen zum Schwalbe Marathon Plus. Hier bekommt man den maximalen Pannenschutz.

Ich persönlich hatte mit dem Kojak bisher noch keinen Ärger. Einmal im Jahr einen fiesen Dorn im Mantel, aber mehr auch nicht. Allerdings kontrolliere ich die Reifen auch vor jeder Ausfahrt und streife noch an ihnen klebenden Schmutz vorher ab. Dadurch bohren sich auch keine Steinchen ins Gummi.

Laufleistung

Die Laufleistung stellt mich persönlich zufrieden. Am Liegedreirad hält der Kojak vorne gut 1.500 bis 3.000 km durch. Es kommt auch stark darauf an wie gut die Spur vorne eingestellt ist und wie ich mit dem Reifen grundsätzlich umgehe. Hinten läuft der Kojak – genau wie am normalen Fahrrad – problemlos über die 5.000 km hinaus. Meist starte ich mit neuen Reifen in eine Saison, daher hatte ich noch nie einen Kojak am normalen Fahrrad bis ans Limit gefahren. Erfahrungen anderer Leute deuten aber auch auf Laufleistungen über 10.000 km hin.

Für mich ist der Schwalbe Kojak ein Reifen für den maximalen Spaß bei Nässe. Kein anderer Reifen erlaubt so gutmütige und schnelle Slides durch Kurven. Und da er kein Profil hat, reibt er sich auf feuchtem Boden auch kaum das Gummi runter. Auf der trockenen Straße sollte man jedoch blockierende Reifen vermeiden. Die Slicks kleben auf dem Asphalt und sobald der Reifen blockiert – was er durch seinen Grip sowieso erst sehr spät macht – bleibt vom Gummi nicht mehr viel übrig. Vollbremsungen auf trockener Fahrbahn sind für den Kojak wirklich der Todfeind.

Einsatzgebiet

Ich sehe den Schwalbe Kojak als optimalen Reifen für sportliche Stadtfahrten und kleine Touren. Der Untergrund sollte immer fest sein, dann kommt der Reifen auch im Regen gut zurecht. Loser Untergrund wie Schotter oder gar Matsch taugen dem Kojak gar nicht. Der Pannenschutz wäre mir persönlich für lange Touren bzw. Radreisen zu niedrig. Hier würde ich immer zu einer Plus-Variante von Schwalbe tendieren.

Wer schnell und sportlich auf Asphalt fahren will, aber kein Rennrad unterm Hintern hat, der trifft beim Schwalbe Kojak Reifen die richtige Wahl.

Den Schwalbe Kojak gibt es für die gängigen Größen 20 Zoll, 26 Zoll und 28 Zoll jeweils in 1.35er Version sowie beim 26 Zoll noch zusätzlich als 2.00 Version.

Ich fahre seit vielen Jahren Mountainbike und seit 2013 Rennrad. Mit dem Rennrad nehme ich an großen Events wie der VĂ€tternrundan in Schweden oder der Mecklenburger Seen Runde teil.

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