Uvex Race 1 Helm im Test

Uvex Race 1 Helm im Test

Ich habe den Uvex Race 1 Helm im Langstreckentest unter verschiedenen Wetterbedingungen ausführlich probiert. Meine Route führte mich mit diesem Helm von Flensburg innerhalb von 11 Tagen nach Oberstdorf. Gesamtstrecke: 1115 Kilometer. Das Wetter hatte von 7 °C bis 30 °C an diesen Tagen alles zu bieten. Der Helm musste vom Wolkenbruch mit literweise Wasser bis hin zum tropfnass verschwitzten Kopf alles mitmachen. Regen und Sonne wechselten sich oft ab. Es fehlte nur der Schnee.

Jetzt will ich euch meine Meinung vom Uvex Race 1 mitteilen. 1115 Kilometer sollten eine sehr gute Distanz sein, um einen Testbericht schreiben zu dürfen. Zumal ich den Helm täglich zwischen 4 bis 12 Stunden auf dem Kopf hatte.

Technische Daten des Herstellers

HerstellerUvex
NameRace 1
Gewicht240 g
Größe55 – 59 cm (S – L)
Farberot / weiss

Aktuelles Angebot (weitere Farben auf der Produktseite)

GrĂĽnde fĂĽr den Uvex Helm

Für meine 1.100 km durch Deutschland wollte ich einen leichten Helm, der nicht zu klein ist. Ich weiß, die 240g vom Uvex Race 1 sind von anderen Herstellern noch zu unterbieten. Ab einem gewissen Grad zweifle ich dann aber die Sicherheit an. Der Race 1 von Uvex wurde es am Ende auch, weil ich seit Jahren die Uvex Sportstyle 202 Vario fahre und mit dieser Sonnenbrille sehr zufrieden bin. Außerdem war ich 2014 bei Uvex in Fürth und habe mir selbst einen Eindruck vom Unternehmen und der Produktvielfalt und Qualität machen können.

Ich habe mit meiner Entscheidung zwei Tage vor Start der Tour einfach darauf vertraut, mit Uvex und dem Race 1 den richtigen Helm fĂĽr 1100 km innerhalb weniger Tage, zu tragen.

Uvex Race 1 Helm unterwegs

Uvex Race 1 Testbericht

Der Helm macht einen sehr hochwertigen Eindruck. Wiegt laut Waage identische 240 Gramm wie vom Hersteller angegeben. Die Farben, insbesondere das Rot, sind sehr klar. Die typischen Schriftzüge von Uvex sind auch drauf. Jedoch leider als Aufkleber. Nach 1100 km weiß ich nun, dass die Aufkleber einen Wettermix aus Sonne, Regen, Wind etc. aushalten und auch das Streifen von Ästen während der Fahrt kein Problem ist. Anfangs hatte ich aber ernste Zweifel. Immerhin lösen sich Aufkleber gerne mal ab und dann sieht es bescheiden aus. Beim Uvex Race 1 sitzen sie fantastisch.

Uvex Aufkleber

Mir ist es wichtig, einen Helm nicht nur auf dem Kopf verengen zu können, sondern auch den Sitz im Nacken in der Höhe justieren zu können. Frühere Helme haben gerne mal im Nacken gedrückt, weil sie im Grunde immer gut auf den Kopf passten, aber eben auch nur direkt auf dem Kopf. Der Uvex Race 1 erlaubt die Höhenverstellung. Dies zeigt das nachfolgende Bild.

Uvex Höhenverstellung

Erst mit diesen Einstellungen kriegt man einen Helm wirklich gut auf den eigenen Kopf angepasst. Schon dies ist ein Grund fĂĽr mich, auch in Zukunft wieder einen Uvex Helm zu fahren.

Selbstverständlich ist es unverzichtbar, einen Helm auch enger und weiter einstellen zu können. Dies funktioniert beim Race 1 wie gewohnt über die Stellschraube am hinteren Ende. Sie ist stufenlos verstellbar und lässt wirklich von Größe S bis L alles zu. Die dezente Gummierung der Stellschraube erlaubt es, auch mit verschwitzten Händen oder Winterhandschuhen die Schraube zu drehen. Sie bietet optimalen Grip und dreht sich leicht, aber nicht so leicht, als das sie sich von selbst bewegen würde.

Uvex Helm Einstellungen vornehmen

Der Verschluss beim Uvex Race 1 Helm ist meiner Meinung nach sehr praktisch. Er rastet nicht einfach nur ein und ist zu, sondern kann in 5 Stufen geschlossen werden. Sprich, wenn ich eine dünne Mütze unter dem Helm trage, muss ich keine Einstellungen ändern, nur damit der Riemen geschlossen werden kann. Er kann mit und ohne Mütze in den gleichen Einstellungen gefahren werden, sofern man kurz die Stellschraube dreht.

Uvex Race 1 Verschluss

Wer seinen Helm das ganze Jahr über fährt, weiß sicher auch wie nervig ständiges Ändern der Riemen ist. Dies bleibt beim Uvex Race 1 erspart.

Uvex Race 1 Gurt und Verschluss

Geöffnet wird der Riemen durch einen Klick auf den roten Knopf. Bestenfalls nimmt man beide Hände. Mit einer Hand den Knopf drücken und mit der anderen Hand den Verschluss rausziehen. Funktioniert problemlos. Einhändig öffnet sich der Verschluss zwar auch, aber dann muss man den Knopf drücken und den Riemen leicht nach unten ziehen. Schon ist der Helm ebenfalls auf.

Ergebnis nach 1100 Kilometer Testfahrt

Bis auf die weiĂźen Riemen, sieht der Helm noch aus wie nach dem Kauf. Ich habe den Helm die kompletten 1100 Kilometer getragen. Mehrere Tage gut 12 Stunden am StĂĽck und sonst auch immer mindestens vier bis fĂĽnf Stunden. Er musste durch jeden Dreck und hat viel SchweiĂź ertragen. NatĂĽrlich sind die Riemen nicht mehr schneeweiĂź. Sie sehen aber auch nicht unappetitlich aus.

Das Polster am Riemen habe ich zwischendurch mal ausgewaschen. Es sieht aus wie am ersten Tag. Ebenfalls bereits ausgewaschen habe ich die Polsterung im Helm. Sie ist mit Klett befestigt und kann einfach entfernt, gewaschen und wieder eingelegt werden. Besitzt auch nach bereits drei Wäschen (während der Tour!) keine Mängel.

Ich habe in den 11 Tagen keinerlei Probleme mit dem Helm gehabt. Es gibt keine Druckstellen. Durch das leichte Gewicht habe ich ihn auch unterwegs nie als Last gesehen, sondern nur als Schutz. Da habe ich bei anderen Helmen ehrlich gesagt nämlich auch schon geflucht.

Warme Tage mit bis zu 30 °C habe ich durch die maximale Belüftung des Helmes gut überstanden. Mein Kopf wurde nie heiß. Der Fahrtwind zirkulierte gut am und im Helm und konnte mich abkühlen. An kalten und regnerischen Tagen wurde der Kopf natürlich nass, allerdings lief mir nie Regenwasser oder Schweiß übers Gesicht. Dies saugte der Helm die ganze Zeit auf. Klingt jetzt vielleicht nicht so lecker, aber mal ehrlich, wir machen Sport! Und die Polster sind einfach zu entfernen. Kurz waschen, einlegen und frisch! 🙂

Fazit

Wenn ich mir wieder einen neuen Helm kaufe, wird es erneut ein Helm von Uvex. Ich fahre diesen Race 1 auf dem MTB und Rennrad und bin sehr zufrieden. Preislich ist er mit seinen ca. 100 Euro nicht der gĂĽnstigste am Markt, bietet aber ordentlich Leistung. Von mir eine klare Kaufempfehlung.

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Ich fahre seit vielen Jahren Mountainbike und seit 2013 Rennrad. Mit dem Rennrad nehme ich an großen Events wie der Vätternrundan in Schweden oder der Mecklenburger Seen Runde teil.

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